Zur alten Ulme
Im neuen Outfit

 

Historie 

Im Jahre 1871 heirateten Anna Christine Broichhaus aus Dicke und Peter Wilhelm Höller aus Olpe und übernahmen die Landwirtschaft mit Gaststube Im Winkel 2, genannt „Gaststätte Höller“. Sie bekamen sieben Kinder. Peter Wilhelm verstarb jedoch bereits im Jahre 1890. Anna Christine als junge Witwe kümmerte sich von nun an alleine um Landwirtschaft und Familie. Zwei der Kinder starben schon im Kindesalter. Die beiden Töchter Rosa und Maria blieben bei der Mutter um sie zu unterstützen. 

Die Gaststätte florierte und es wurde eine kleine Gartenterasse angelegt. In der Volksschule Richerzhagen unterrichtete um die Jahrhundertwende der Lehrer Jakob Hamacher. Dieser heiratete eine Nichte von Peter Wilhelm und beschäftigte sich intensiv mit Pflanzenkunde; so unterstützte er natürlich auch bei der Anpflanzung und Veredelung der Ulme.

Rosa und Maria gründeten keine eigenen Familien, zogen aber ein Kind der Schwester auf – die kleine Rosa Maria Fahlenbock.

Die Jahre des zweiten Weltkriegs waren schwer; zum Glück blieben sie von dem Bombenangriff auf Kürten am 14. März 1945 verschont. Für Flüchtlinge aus Köln und später aus dem Osten Deutschlands wurde auch der letzte Winkel des Speichers abgetrennt und hergerichtet.

Kaum war der Krieg zu Ende, heiratete Rosa Maria den Metzger Paul Felder aus Bechen. Die Wirtschaftswunderjahre begannen, das Bergische Land wurde Erholungs- und Ferienziel der Städter. Im Obergeschoss wurden drei Ferienzimmer mit fließendem Wasser eingerichtet. Lediglich für das „nächtliche Geschäft“ musste noch ein Töpfchen oder das Klohäusschen draußen um die Ecke herhalten. Die Gaststätte hieß nun „Zur schönen Aussicht“. Schließlich war der benachbarte Talblick lediglich mit zwei Scheunen bebaut, über die man leicht in die freie Natur hinweg schauen konnte.

In den 60er Jahren bot sich die Möglichkeit, die Landwirtschaft aufzugeben und dafür die Gaststätte zu vergrößern. Man entschied sich für den Anbau einer Kegelbahn und einen neuen größeren Gesellschaftsraum. Von nun an stand an der Außenfassade der Name „Gaststätte Paul Felder“.

Aus der kleinen Ulme wurde ein stattlicher Baum, der völlig unbemerkt seine Wurzeln durch die Steine des Gewölbes in den Bierkeller bohrte. Bei einer Kellersanierung wurden die fingerdicken Wurzeln entfernt. Vielleicht ist der heimliche Biergenuss der Ulme der Grund, warum sie dem grassierenden Ulmensterben in den 70er Jahren widerstehen konnte!

1971 verstarb Paul Felder und die Gaststätte wurde noch einige Jahre von seiner Frau und der Tochter Rosemarie weitergeführt.

Im Jahre 1977 wurde sie dann erstmals verpachtet, zunächst an Ingrid und Karl-Heinz Mertens, später an Marianne und Willi Stefer und dann für fast 26 Jahre an Erika und Dietmar Johannwille. Sie brachten so viel Herzblut in die "Alte Ulme", dass sie zur Kultkneipe von Kürten wurde. Jahreszeitlich geschmückt gab es für Groß und Klein immer etwas neues zu bestaunen. 

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Als die Familie Johannwille im Herbst 2018 in den Ruhestand ging, war eine gute Gelegenheit, das Anwesen einer Kernsanierung zu unterziehen. Das Jahrhunderte alte Fachwerk wurde aufgearbeitet und teilweise freigelegt. Die Lehmfüllungen der Wände zwischen den Balken wurden soweit als möglich saniert. Die Technik, angefangen bei den Stromleitungen, Sanitär, Brandschutz, bis hin zu energetischen Maßnahmen, wurde erneuert.

Im Mai 2020 wurden die Arbeiten abgeschlossen und der „Landgasthof Zur alten Ulme“ wieder neu als Familienbetrieb von Rosemarie und Willi Pütz eröffnet.

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 Mit neuer Küche und moderner Ausstattung sind wir nun bestens vorbereitet für gutbürgerliche Gerichte. Die alte Küche dient nun als Gesellschaftsraum für kleinere Gesellschaften oder Versammlungen. Unsere Gesellschaftsräume können einzeln oder auch verbunden für Familienfeiern genutzt werden und bieten Platz für 25 bis zu 100 Personen. Es können auch wieder Gäste in der Ulme übernachten, nun aber mit Dusche und WC auf jedem der vier Zimmer. Im Sommer können Sie unseren herrlichen Biergarten im Schatten der Ulme genießen.

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